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Soy Liesl de Berlín. Estoy en Qype desde 21-11-2006

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Dishny - París

25 rue Cail, Paris 10, Paris

20-03-2010

Sempre affolato, aperto fino a notte tarda, questo ristorante offre i suoi piatti perfino dopo le undici di sera. Anzi, tra tutti i ristoranti indiani di questa zona (che in realtà sono srilankesi) è proprio quello che mi piace di meno. Non è mica male ciò che servono lì, e di sicuro non si esce affamati. Ma insomma è un po' così. Manca la raffinatezza, i cibi sono poco insaporiti, il gusto piuttosto uguale. Le verdure per esempio, quelle mai viste che si vendono nelle botteghe accanto, non le ho trovato sul piatto (stracolmo) davanti a me.

Dishny è molto frequentato dai giovani di tutta Parigi. Ci si trova con gli amici. La gente del posto invece preferisce gli altri ristoranti "indiani" di rue Cail e rue Perdonnet, meno rumorosi, più discreti e più autentici.

(Un po' più a sud, sempre accanto alla rue du Faubourg Saint-Denis ma intorno alla passage Brady, si trovano i "veri" ristoranti indiani che esistono già da molto tempo. Da circa dieci anni invece si sta creando un piccolo mondo srilankese tra il teatro des Bouffes du Nord e la grande posta alle spalle della Gare du Nord, con al centro la piccola rue Cail.)

jurgenehre Signore S-B anche....QUI? haha!

Limoncina Eine Deutsche schreibt auf Italienisch über ein indisches Restaurant in Paris zu schreiben, das hat was! Me gusta mucho, obrigada!

MALHIA KENT - Faubourg Saint Antoine

19 avenue Daumesnil, Viaduc des Arts, 75012 Paris

18-03-2010 (actualizado el 19-03-2010)

Malhia Kent ist eine Legende. Ihre Stoffe sind reine Poesie – auch heute noch, in der Ära Eve Corrigan, die schönsten Stoffe der Welt.

Einmal Malhia muss sein bei einem Parisbesuch. Mindestens einmal. Und jedesmal wandert ein Stück mit nach Hause, ein Coupon aus dem Restestapel von der Anrichte neben dem Schaufenster oder ein oder zwei Meter, abgeschnitten von einem der Ballen, die sich im Kellerraum türmen.

Denn zum Glück gibt es inzwischen auch bezahlbaren Stoff bei Malhia Kent, deren Weberei seit 1960 nur die Allergrößten der Haute Couture versorgte, angefangen mit Coco Chanel, für die sie die flimmerbunten Tweeds webte, bis zum kürzlich verstorbenen Alexander McQueen. Alle waren sie Kunden bei Malhia: Yves Saint Laurent, Christian Dior, Armani, Versace, Lanvin, Jean Louis Scherrer, Ungaro, Valentino, Frau Westwood, Kenzo, Marc Jacobs, Matthew Williamson oder Christian Lacroix, der kürzlich die Kostüme für die grandiose Agrippina-Inszenierung an der Lindenoper machte.

Seit knapp acht Jahren öffnet sich die Tür zum Paradies im Viaduc des Arts im zwölften Arrondissement. Im Verkaufsraum stehen Webstühle, an einer Stange hängen Beispielmodelle, an einer anderen unzählige Stoffmuster. Die könnte man bestellen, die und andere, völlig unerhörte. Für den Einheitspreis von 500 € den Meter, bei Sonderwünschen, was das Material angeht, auch schon mal für (viel) mehr.

Im Keller dagegen stapeln sich auch die maschinengewebten Texturen, die für den Alltag, für solche wie meine Freundinnen und mich. Zwei Preise gelten: 45 € für mit Glitzer oder Bändchen, 30 für ohne. Einmal wurde mir die Ehre zuteil, mich im Zuschneideraum umsehen zu dürfen und Sonderanfertigungen in die Hand zu nehmen. Ein paar Minuten lang die Illusion, so ein Gespinst könnte mir gehören.

Verwebt wird alles, was man sich nur ausdenken kann, seit Malhia die Technik entwickelt hat, Pailletten wie Fischschuppen zu weben. Zu weben, nicht zu sticken! Da gehen Nägel in die Stoffe ein und Muscheln, Fransenbänder und Magnetbandsalat, Holz, Diamanten und Blumendraht. Ich zum Beispiel wünsche mir einen Stoff mit Blinkern und den bunten Posen aus dem Angelbedarf.

Ganz erstaunlich ist immer wieder die Freundlichkeit der Mitarbeiterinnen. Da wird gemessen und gerechnet, die Tücke des jeweiligen Stoffes besprochen, gelacht, gedacht, geplant und verworfen ... bis endlich eine Entscheidung fällt und für dieses Mal das Abenteuer Malhia sein Ende findet, mit einer Packpapiertüte für den Nachhauseweg, auf die mit ein bisschen Glück ein paar Quadratzentimeter Webkunst getackert sind. Um nicht zu vergessen, was sonst noch alles möglich ist.

Auch das ist bemerkenswert: Die Mahlia-Ästhetik bleibt nicht in der avenue Daumesnil stecken. Hier als Beispiel, wie sie weitergetragen wird, die Diplompräsentation der in Afghanistan geborenen Lela Ahmadzai mit dem Titel Burka meets Haute Couture.

Lakritze Karu, das kenne ich -- Stoffe will ich immer nur haben, aber nie zerschneiden. In der Hinsicht sind Burkas ideal ...
Wunderschöner Text!

Limoncina Ein schön gewebter Beitrag!

Coledampf´s - Wilmersdorf

Uhlandstraße 54-55, 10719 Berlin

16-03-2010 (actualizado el 19-03-2010)

Zu Coledampf's geht man wegen Messern und Pfannen. Aber auch so altmodische Sachen wie den Römertopf kann man da bekommen. Und das Kartoffelausdrücksäckchen, das in jede bairische Mädchenaussteuer gehört, oder das Reibegitter für die gekochten Kartoffeln, damit sie wie Schnee fallen und die Knödel nicht zu Gummibällen machen. Und gar Gärtöpfe fürs Sauerkraut oder die Schnippelbohnen.

Vor allem aber bekommt man kompetente und allerausführlichste Beratung. Und Erklärungen. Wie ich z.B. heute auf meine Frage, warum ich eine meiner Le-Creuzet-Pfannen auch nach 20 Jahren nicht eingebraten kriege. "Weil die Franzosen ihre Pfannen emaillieren." Aha. "Ein Wunder, dass es bei den anderen geklappt hat." Aha.

Ich habe erfahren, dass eine Eisenpfanne eine Bratpfanne ist, und dass ich die beim einzig für sie vorgesehenen Vorgang des Bratens entstehenden Röststoffe besser nicht mit Rotwein loskoche. So einen Verdacht hatte ich selber auch schon zuweilen, wenn beim nächsten Mal dann wieder so einiges kleben blieb. Nehme ich also nur noch besagte französische, wenn ich, wie so oft, ein Sößchen möchte – bei der ist eh Hopfen und Malz verloren.

Wie ich sie einbrate, die Eisenpfanne, weiß ich jetzt auch ganz genau. Zwar hatte ich schon mit Salz operiert und mit Öl und von Kartoffeln gehört. Nur dass man erst Salz auf den Boden streut, dick, bis er ganz weiß ist, dann Kartoffelschalen drüberpackt (Kartoffeln wären Verschwendung, bekomme ich als Antwort auf eine mögliche Frage, die gerade dabei war, sich hinter meiner gerunzelten Stirn zu bilden) und darüber Öl, reichlich Öl. Dann das Ganze vor sich hinbrutzeln lassen, nicht zu heiß, bloß keinen Rauch aufkommen lassen, aber ausführlich und mit Geduld.

Das macht die ursprünglich graue Pfanne schon einmal dunkler, und bei jedem Braten (nie am Öl sparen!) wird sie wieder dunkler und immer speckiger und immer nochmal dunkler, und nichts brennt an. Das wissen wir ja sowieso eigentlich alle: Kein Wasser, kein Topfkratzer und kein Spülmittel darf je an eine Bratpfanne (genauso wenig wie in die Ohren). Schon klar, nur wie ...? "Na mit Salz abschmirgeln, die Verkrustungen." Alles klar.

Zum Abschied bekomme ich noch eine Karte mit den gesammelten Anweisungen, obwohl ich nicht einmal etwas gekauft habe. Die feinen Microplane-Reiben waren gerade ausverkauft, und was den eigentlichen Grund meines Eintretens ins CulturCentrum Coledampf's angeht, die Grillpfanne (nicht emailliert, schon einmal vorneweg eingebraten und für den Transport gefettet; soll ja nicht rosten unterwegs), muss ich erst noch in mich gehen. Soll's die runde werden oder die eckige, die schwedische oder die englische? Alle unter 40 Euro. Das ist doch was.

Kormoranflug Soll der Kormoran das mit der Eisenpfanne glauben? Haben nicht alle Ceran-Felder oder Induktionsherde?
Mit Gas-Flamme funktioniert das einbrennen ja und die Pfanne kann dann gleich für ein persönliches Branding benutzt werden.
Mahlzeit!

minitechnik Liest sich sehr spannend, aber ich frage mich jetzt trotzdem, ob man das erste Salz dann mit Salz abreibt ?

Maszoperia - Hel

ul. Wiejska 110, 84-150 Hel

18-03-2010

Es ist ein paar Jahre her, dass ich hier zu Gast war, und vieles habe ich vergessen, das meiste vielleicht, außer dass wir in einer kaminbeheizten Stube saßen, in Sessel und Sofa, die den Tisch über sich hinauswachsen ließen, dafür warm und geborgen nach einem stürmischen Tag mit Regen und Wind im Gesicht. Die Kaffeezeit war längst vorüber, trotzdem, da das Restaurant nebenan ausgebucht war, wurden wir in dieser engen, muckeligen Kaffeestube bedient. Das Feuer wurde am Brennen gehalten, immer mal wieder ein Holzscheit nachgelegt, und man klärte uns nach bestem Vermögen über die Speisekarte auf. Ich habe keine Erinnerung daran, was alles auf den Tisch kam, wie lang wir da saßen und wann es überhaupt war. Nur, dass es das beste Essen in ganz Polen war, das ich je bekam, das weiß ich noch.

Und warum genau es so ein herausragendes kulinarisches Erlebnis war, das weiß ich auch noch – und werde es nie vergessen: Es gab Dorschzungen. Kleine Häppchen in würziger Panade. Ei war zu schmecken drumherum, Brösel, vermutlich spielte gemahlener Kümmel mit. Und damit war einer meiner kulinarischen Träume geboren. So sehr Traum, dass, wann immer ich von diesen überwältigenden Dorschzungen im Maszoperia auf dem Sandstreifen Hel erzählte, man mich erst fassungslos anstarrte und dann die Augen senkte, als wolle man den Zweifeln an meinem Verstand nicht allzu deutlich Ausdruck verleihen. Bis ich irgendwann selbst daran zu zweifeln begann. Ob ich auch alles richtig verstanden hatte, was mir da wohl wirklich vorgesetzt worden war, ob man Dorschzungen überhaupt essen könne, und schließlich, ob ein Dorsch überhaupt eine Zunge hat.

Die Befreiung kam vor ein paar Wochen, arte sei Dank, oder war es mare TV? Da wurde vom äußersten Norwegen berichtet, von Gegenden, knapp nicht aus der Zeit gefallen, einsam, fern, sehr fern, ganz weit oben. Und plötzlich fiel das Wort Dorschzunge – ich war wie elektrisiert. Ja, es gibt sie, ja, auch die Norweger essen sie. (Sie dem Kabeljau aus dem Maul zu schneiden, erfordert zwei Handgriffe und ist erklärte Kinderarbeit.)

Meine kaschubische Erinnerung war gerettet, ich beschloss wieder anzufangen, darüber zu sprechen, über mein kulinarisches Abenteuer am östlichsten Zipfel dieses Sandstreifens Hel, der selber schon so faszinierend wie unglaubwürdig ist.

Reisende, geht ins Maszoperia und fragt nach Dorschzungen! Ich hoffe, es gibt sie noch.

Liesl @agentberlin: Einfacher sind 16 Gänge sicher in Ligurien zu bekommen.
@norbertjäger: Bäckchen sind natürlich auch was tolles, egal ob von Karpfen oder Kalb.
@Hotzenplotz: Fremde Zungen sind aber auch ein nettes Teekesselchen. Und ich weiß jetzt, wieviel ich noch schreiben muss.

Lakritze Otternasen, Nachtigallenzungen!
Da die Deinen wohl Dorschzungen unter den Beiträgen sind (ich kann es nicht abschließend beurteilen, ich habe es nur bis zu des Dorschens Leber geschafft), freut es mich, nun schon den dritten gefunden zu haben. Passend zu Ostern.
Daß wir das aber den bunten Bapperln verdanken, erfreut mich auf spezielle Weise.

Shakespeare and Company - Wilmersdorf

Ludwigkirchstraße 9a, 10719 Berlin

17-03-2010

Im Vorübergehn die Twin Towers entdeckt, zwei Fundus-Bände im Hochhausformat, Bazon Brock und Hans Ulrich Reck, Doppelpack im Doppelpack. An der Tür gerüttelt, nix passiert. Etwas warnt mich vor dem Suchtpotenzial des Lesens, daneben lockt Roland Barthes Tagebuch der Trauer.

Keine Chance, es ist zu früh, Einlass erst ab elf. Da bin ich längst schon wieder weg. Also wird heute nichts aus Tarnen und Täuschen, keine Utopie zur Hand und keine Evidenzkritik, ganz offensichtlich muss ich wiederkommen.

Bei Shakespeare und Company kommt man automatisch vorbei, wenn man die erlesenen Erzeugnisse der Friedenauer Presse bestellen will oder Wildes von Wagenbach. Aber eben nur online. Dabei ist Stöbern in echt um so vieles schöner. Es will schon beim Erstkontakt angefasst sein, aufgeblättert, in der Hand gewogen, was Ulrich Haupt an Neuerscheinungen und Antiquarischem in die Regale stellt.

Ein Königreich für so einen Buchhändler um die Ecke!

Liesl Ganz neu, erst ein paar Tage alt, postum zusammengestellt. Ich hatte es noch nicht in der Hand.

Lakritze Aber die gute Tante ZEIT, die hat es vor zwei oder drei Wochen besprochen.

La Commanderie - Le Poët Laval

le vieux village, 26160 Le Poët Laval

17-03-2010

Bijoux, vêtements, objets de créateurs bietet La Commanderie feil, im alten Gemäuer, gleich an der Stadtmauer von Le Poët-Laval. Ziemlich schöne Dinge aus Leder und Filz, aus Glasperlen, Knöpfen, Strippen, Papier. Aus Farben, Nähten, Knoten und Licht. Manches scheint Wind. Oder Libellenflügel und Engelhaut.

Danke, Solveig, fürs Hinführen.

Liesl ;-)

Karu Von der Engelhaut hätte ich schon gerne ein Stückchen.

Qype-Medaillen - Altstadt

Großer Burstah 50-52, 20457 Hamburg

13-03-2010

Guter Schachzug, diese bunte Köderkiste auszupacken. Zumindest, was mich betrifft. Offenbar fängt man mich mühelos mit Glasperlen. Ich falle sehenden Auges drauf rein und kann nicht viel dagegen tun.

Ich bekenne, ich mache mich auf, die nächsten Smarties zu erringen. So idiotisch sie auch sein mögen. Auch wenn sie hässlich sind und viel zu groß. Kümmert mich nicht. Hauptsache ein Ziel. Und noch eins und noch eins und dann noch eins ...

Warum dann nur drei Sternchen? Weil zwar erfolgreich an meine niederen Instinkte appelliert wird, es aber all den Verdruss der letzten Entwicklungen nicht wettmacht: die nicht reparierten Bugs, die verstümmelten Funktionen, das hilflose Design, den Qualitätsverlust, die verkorkste Kommunikation und was da sonst noch alles die Galle hochkochen lässt.

Und außerdem fehlt mir immer noch das andere Spiel, das um Punkte für gut geschrieben und hilfreich, das hat mehr Spaß gemacht und war weniger einsam.

6Kraska6 Auf-Qype-trotz-Qype-Ausdauer-Medaille;
Content-Monetarisierungs-Verweigerungs-Medaille;
Sprengstoff-Medaille (Zehn Handys müssen nachweislich durch überlange Beiträge getiltet worden sein);
QuerulantenQyper-Medaille;
Buster-Keaton-Medaille (für zehn Beiträge, deren Ironie das Qype-Team nicht kapiert hat)
Medaille für Politische Korrektheit,
Medaille für politische Inkorrektheit (werden nur zusammen vergeben)
Leser-Schonungs-Medaille (für drei Monate keine Beiträge einstellen)

serano Die Buster-Keaton-Medaille ist dann wohl Standard? hehe :-)

Bürgerablage - Hakenfelde

Bürgerablage, 13587 Berlin

07-02-2007 (actualizado el 12-03-2010)

Da dacht ich mir, schreib ich mal einen ganz kurzen Artikel, einen in einem einzigen Satz:

Die Bürgerablage ist eine Badestelle an der Oberhavel.

Mehr braucht's eigentlich nicht, dachte ich. Denn, wie schön der Name ist, kann jeder selber lesen; dass die Wasserqualität im letzten Jahr gut war, interessiert heuer vermutlich eh keinen mehr, Anfang Februar schon gar nicht; und wie man hinkommt, sieht man auf der Website der DLRG. Und da sieht man dann auch gleich, dass es eine Wasserrettung gibt an der Bürgerablage.

Jetzt hab ich aber dummerweise zu lesen angefangen bei der DLRG, und gleich auch noch beim Wasserrettungsdienst des Arbeitersamariterbundes. Die sind nämlich beide für die Bürgerablage zuständig und mussten sich seit 1956 eine Bretterbude teilen, mit einer Querwand in der Mitte. Hälftige Teilung.

Die Grenze war übrigens auch gleich daneben, nur ein paar Schritte nach Norden. Die Grenze zum Osten mein ich. Jetzt ist es ja nur noch die zu Brandenburg.

Ich bin mir jetzt wirklich nicht sicher, ob sie sich vertragen haben, die von der DLRG und die vom ASB. Auf jeden Fall haben sie dieselbe Telefonnummer: 335 44 88. Aber auf den Fotos von den einen sind die anderen nicht mit drauf. Und wie das heute ist, weiß ich auch nicht genau. Ob die einen zum Beispiel den 16 Fuß-Crestliner mit dem 135 PS-Inborder von den anderen fahren dürfen? Im Notfall? Wenn ein Schwimmer angerufen hat! Oder ein havariertes Segelboot (Rufzeichen: Pelikan 36, nicht mehr wie früher Adler 36)!

Aber die einen untereinander haben sich wohl schon vertragen, wenn man dem Chronisten glauben darf: "... als Heiratsschmiede hat sich die WRS Bürgerablage von jeher bewährt. Ende der 50er Jahre waren die Kameraden Horst Baum und Inge Fels die Ersten, die sich auf der Station kennenlernten und heirateten. Seit dem haben sie eine ganze Anzahl von Nachfolgern gefunden." Herzlichen Glückwunsch!

Unbedingt empfohlen die Website!

Was mich mal wieder besonders reizt an diesem Ort (das kann ich ja jetzt auch noch hinzuschreiben, wo es schon nicht bei dem einen Satz geblieben ist): In unmittelbarer Nähe rumpeln die Förderbänder und schütten Kohle ins Kraftwerk Oberhavel.

PS: Tja, ich war ne Weile nicht in der Stadt: Jetzt rumpeln da nur noch die Abrissbirnen.

PPS: First there is a mountain, then there is no mountain, then there is … a Caterpillar … Alles weg, kein Kraftwerk mehr.

Badbury Das ist doch alles Tüdelkram. Was ich wissen will, waren Fels und Baum beide bei DLRG oder bei ASB oder waren sie, was ich zu bezweifeln habe, aus feindlichen, von einer Wand getrennten Lagern? Liebste Liesl, welch schöne Geschichte ergibt sich da? Romeo und Julia an der Bürgerablage! "From forth the fatal loins of these two foes a pair of star-cross'd lovers take their life"

Oder eher à la Ustinovs "Die Liebe der vier Obristen". Lass uns das zusammen schreiben und Amazon-Amazonen werden!

serano Alt aber gut!

Ostentor-Kino - Regensburg

Adolf-Schmetzer-Str. 5, 93055 Regensburg

21-04-2007 (actualizado el 17-02-2010)

Schräg über die Straße wohnte eine Freundin. Mit deren abgelegtem Liebhaber war ich das erste Mal im Ostentor-Kino. Irgendwann hat dann eine andere Freundin ein Kind mit ihm gemacht. Ich war die erste, die es erfahren hat. Ich glaube, sie haben sogar geheiratet. Dann war er verschwunden, dann war er wieder da. Irgendwann hab ich ihn auch geliebt. Tu es eigentlich immer noch.

Was wir gesehen haben, damals im Ostentor-Kino? "Albert – Warum? Die Geschichte eines zarten Riesen". Ein Film, der mir bis heute zu den kostbarsten gehört. Poetisch und realistisch. Anrührend, empörend, schön. Es war der Abschlussfilm von Josef Rödl an der Münchener Filmhochschule, gedreht in seinem Heimatdorf in der Nähe von Parsberg, nur mit Laiendarstellern.

Den Film habe ich immer und immer wieder gesehen, im Ostentor-Kino bestimmt dreimal. Einmal in Berlin mit deutschen Untertiteln – äußerst befremdlich für mich, für alle anderen durchaus hilfreich.

Das Ostentor-Kino gilt als das erste Programmkino der alten bundesdeutschen Republik. 1971 hat es aufgemacht. Es hat dem Druck der Multiplexe standgehalten und ist eine der Spielstätten der Regensburger Kurzfilmwoche, jetzt schon im 14. Jahr.

In seiner Kneipe findet die Abschlussveranstaltung statt mitsamt der Preisverleihung. "Am Anfang war die Kinokneipe nicht mehr als ein Vorraum zu einer Toilette hinter einer Kinoleinwand irgendwo im Osten einer Stadt." Die Kurzfilmtage, deren Festivalclub die Kinokneipe ist, erklären sie immer noch zu einem Zentrum der Regensburger Subkultur.

Josef Rödl lehrt heute an der Hochschule für Fernsehen und Film München und inszeniert neben Tatorten jetzt auch Kammeropern, eine über den Albert aus jener Zeit, den gentle giant, den sie zum Dorfdeppen gemacht haben. Fritz Binner, sein Darsteller, hat den Film nicht überlebt.

Und mein damaliger Begleiter im Ostentor-Kino? Die meisten meiner späteren Männer haben ihn kennengelernt. Jetzt ist er gerade wieder verschwunden. Aber bisher haben wir uns noch jedesmal wiedergefunden.

juergen56 Hallo Liesl

dein Text weckt Erinnerung! Hab die tollen Filme alle miterlebt. Rödl. Dörrie, Zimmerschied ... ich stand Anfang der Achtziger 4 Jahre hinterm Chaplin-Tresen; vielleicht kennt man sich ja ...

Vlelleicht demnächst mal in der Kino-kneipe bei ner Brezn
Juergen

PJebsen Herrlicher Text!

Menzi Muck AG - Widnau

Auenstraße 77, 9443 Widnau

20-09-2007 (actualizado el 17-02-2010)

Offenbar steh ich auf kernig und Kerl: Seit Donovan (nein, ich bin kein Donovan-Fan) liebe ich Caterpillars, allen voran den Kettendozer. Und seit mich ein Liebhaber eines Tages damit von der Scharoun'schen Staatsbibliothek abgeholt hat, liebe ich den Unimog.
Vor ein paar Tagen hätte ich noch behauptet, ich bleibe ihnen ewig treu, dem Caterpillar und dem Unimog. Das aber war, bevor Menzi Muck in mein Leben trat.

Menzi Muck ist unvergleichlich! Gelb mit ein paar roten Glanzpunkten stand er plötzlich vor mir, und ich erstarrte. Ich bin immer noch ganz aus dem Häuschen: eine Schönheit! Ein Wunder an Flexibilität sein Fahrwerk, ein Ausbund an Originalität der ganze Kerl. Er hat eine bemerkenswerte Kraft, und doch bewegt er sich wie eine Gemse. Der König unter den Schreitbaggern.

Man muss ihn lieben, ich spreche hier vom A81, mit seinem John-Deere-Dieselmotor und seiner Vorliebe für biologisch abbaubare Panolin-Schmierstoffe, mit seinem tiefen Profil, seinen unzähligen Gelenken und seinen Stahlpratzen. Pratzen? Ja, Pratzen, Klauen, mit vier oder sechs Spitzen! Damit klammert er sich locker an jeden Hang. 45 Grad Steigung? Für Menzi Muck kein Problem! "Ob im alltäglichen Einsatz, am Steilhang bis 100 %, in Wassertiefen bis 4,5 Meter oder im tiefen Morast, ob in den Bergen oder am Meeresgrund: dem Menzi Muck sind kaum Grenzen gesetzt."

Die Böschung sieht zwar nicht mehr ganz so schick aus, wenn Menzi Muck darübergestiefelt ist, aber in diesem Fall kommt kein Mucks der Beschwerde über meine Lippen. Mit der Zeit werden die Wunden verschorfen und die Narben heilen. Ihr werdet sehen, in einem Jahr ist das Bäkeufer wieder grün, nicht mehr so wildromantisch vielleicht wie vorher, aber wer braucht das schon?

Gestern abend, in der Trattoria Toscana, hab ich ein paar schnucklige Jungs kennengelernt. Zu spät! Vielleicht haben sie eine Chance, wenn sie sich zum Fahrerkurs im Menzi-Muck-Fahrerclub anmelden, um das Klettern längs und quer zum Hang zu üben. "Menzi-Fahrer zu sein, bedeutet sich wie ein König zu fühlen." Das wird der Ausstrahlung zuträglich sein. "Menzi Muck. Und alles ist möglich."

Wer also einen Bagger braucht, und sei es ein Unterwasserbagger, wende sich vertrauensvoll an den einzigen schweizerischen Baggerhersteller weltweit: Menzi Muck. Und so hat alles begonnen im Jahre 1966: "Ernst Menzi lieferte Josef Kaiser Achsen für seine Güllenwagen, gemeinsam tüftelten sie an einem Allzweckbagger, der MUK war geboren". Danke Ernst Menzi! Danke Josef Kaiser!

PS. Ich bin Menzi Muck südlich von Berlin an der Bäke begegnet, einem Graben voller Entengrütze; deutsche Vertriebsstellen finden sich in Soest, Tangerhütte und Aichach; verqypt habe ich, da ich mich nicht entscheiden konnte, den Schweizer Stall, aus dem er kommt, auch wenn ich nie dort war.

Eine Portraitgalerie findet sich auch auf http://forum.bauforum24.biz/forum/index.php?showtopic=14341. Wer sich z.B. für den hydraulischen Schreitfuß interessiert, bitte aufrufen! Die Knicklenkung wiederum ist nicht ganz so fotogen ...

Liesl Kommentare fehlen doch überall. Die vielen vergraulten Qyper reißen Lücken.
@burkey: gratuliere zu deinem Bairisch!

serano Liesl, der ist ja oft genug auf der Qype-Night in Minga. Do lernd a des scho.

03-02-2012

  • Liesl ha comentado una reseña sobre Thalassa a las 23:03

29-01-2012

  • Liesl ha comentado una reseña sobre Thalassa a las 23:19
  • Liesl ha comentado una reseña sobre Thalassa a las 22:16