Soy TrüffelSchmecker de Hamburgo. Estoy en Qype desde 22-11-2008
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Perfil de TrüffelSchmecker
Ristorante In Situ - Blankenese
Blankeneser LAndstr. 1 1, 22587 Hamburg
13-06-2011
In Situ – Frisches aus Italien für ambitionierte Genießer
Wir sind im Februar zum ersten Mal beim Vorbeifahren darauf aufmerksam geworden, dass in den Räumlichkeiten des Vorgängers „Mastroianni“ nun ein neuer Gastronom sein Glück versuchen würde. Den Vorgänger hatten wir nur einmal besucht und dann immer einen großen Bogen um dieses Lokal gemacht. Und wie immer, wenn wir etwas Neues ausprobieren möchten, schauen wir einmal nach, was die Qype-Community dazu sagt.
Zu diesem Zeitpunkt gab es noch nicht viele Kritiken, jedoch waren wir etwas verwundert über die doch sehr gegensätzlichen Aussagen, insbesondere die sehr vernichtende Kritik eines Qypers, worauf wir beschlossen, bei der nächsten Gelegenheit das In Situ einmal selbst auszuprobieren und uns ein eigenes Bild zu machen. (die vernichtende Kritik ist übrigens inzwischen gelöscht…Warum?)
Der einzige Punkt, in dem wir dem Negativ-Qyper in seiner Kritik folgen konnten ist, dass das Service Personal bei der Begrüßung oder der Verabschiedung nicht aufdringlich Hände schüttelt, umarmt oder einem ein aufgesetztes „Buena Siera“ oder „Ciao“ entgegenbrüllt. Wir wurden bei unseren ersten Besuchen freundlich, aber zurückhaltend empfangen und verabschiedet, was völlig in Ordnung war, denn schließlich sind wir in Hamburg und nicht in Neapel.
Wir haben dann so gleich auch nach den angesprochenen dunklen Ecken, in der lt. dem Negativ-Qyper der Fisch filitiert worden sein soll, sowie dem unbeleuchteten Treppenabgang zu den Toiletten gesucht und müssen ernsthaft anzweifeln, das dieser Mit-Qyper in diesem In Situ war, oder er hat vielleicht einfach nur vergessen seine Sonnenbrille abzunehmen. Also, das Interieur mit viel Holz und Stein machte auf uns einen sehr hochwertigen und gemütlichen Eindruck, die Beleuchtung ist gedämpft aber nicht dunkel. Nach hinten raus gibt es eine schöne Terrasse, auf der man an lauen Sommerabenden auch sehr schön sitzt. Der Treppenabgang zu den wirklich schönen und supersauberen Toiletten ist vorbildlich beleuchtet.
Aber nun zum Wichtigsten, dem Essen: Vorweg gesagt, wer hier Pizza und die klassischen Pasta-Gerichte wie „Arabiata“, „Amatritiana“ oder „Carbonara“ erwartet, sollte lieber zur Trattoria an der Ecke gehen. Der Koch möchte seinen Gästen die „andere Küche“ Italiens näher bringen und damit raus aus dem üblichen einerlei.
Wir wählten bei unserem ersten Besuch eine Ziegenkäse-Lasgnetta und einen Pulpo-Salat zur Vorspeise, sowie einen mit einer Himbeer-Soja-Vinaigrette roh marinierten Thunfisch, der in dieser Kombination ein unglaubliches Aroma hatte. Das zweite Hauptgericht war ein auf den Punkt richtig gebratenes Kalbskotelette mit schönem Gemüse dazu. Zum Nachtisch teilten wir uns ein Mascarpone-Mandel-Mousse, das einen sehr schönen Abschluss bildete. Das einzige was wir daran bedauert haben ist, dass wir es geteilt haben, so gut war es. Die Weinkarte besteht, wie sollte es anders sein, hauptsächlich aus italienische Weinen (dabei ein ausgezeichneter Brunello) und ein paar internationalen „Einsprengseln“. Übrigens für die Fans von Gin Tonic unter uns: das In Situ hat Hendricks, der dort klassisch mit Gurke serviert wird.
Wir haben seither schon das ein oder andere weitere Gericht probiert und können sagen, das der Koch, der acht Jahre lang im „La Vela“ gekocht hat, sein Handwerk versteht. Es werden sehr hochwertige Grundprodukte, die gut verarbeitet und nicht durch Gewürze und Kräuter überfrachtet sind, schön dekoriert auf den Tisch gebracht. Im Gegensatz zu manch anderem Restaurant der gehobenen Gastronomie, in denen das Essen in homöopathischen Dosen verabreicht wird, sind alle Gerichte sehr ausreichend portioniert. Ein Espresso oder ein Ramazotti mit Zitrone auf zerstoßenen Eis hinterher sind daher sehr zu empfehlen. Allerdings hat diese tolle Qualität auch ihren Preis, so liegt das In Situ preislich auf dem Niveau so manch anderer hochwertiger Genuss-Tempel.
Fazit: Küche mit Anspruch, die sich deutlich von der oft anzutreffenden Italo-Einheitsküche abhebt.
Carperfection oHG - Wedel
Rissener Str. 127, 22880 Wedel
14-02-2011
Carperfection bietet auch ausgezeichnete Autowäschen und Innenreinigung, natürlich teurer als bei der Waschanlage auf der Tankstelle, aber perfekte Sauberkeit.
El-Rio Savo Vujicic - Iserbrook
Schenefelder Landstr. 169, 22589 Hamburg
03-04-2010
ist geschlossen, jetzt Restaurant Blankenese
Carrier Transicold Deutschland GmbH & Co. - Billbrook
Moorfleeter Str. 45, 22113 Hamburg
18-02-2009
Sehr hilfsbereite, freundliche Mitarbeiter, auch wenn man nur eine Ersatzrolle für das Kälteprotokoll braucht… Also nicht zögern, bei Problemen einfach anrufen!
Trattoria da Enzo - Neustadt
Wexstr. 34, 20355 Hamburg
17-01-2009
Einmal und nie wieder! So lautet das Fazit unseres Besuchs im Restaurant da Enzo. Wir hatten uns, nicht zuletzt auch wegen des aktuellen Qype Rangs (zu diesem Zeitpunkt Platz 3), entschieden, an einem kalten Montagabend hier einzukehren.
Schon vor dem Eintreten waren wir etwas erstaunt, über die Fischvitrine, die unmittelbar vor dem Restaurant, am Ende der nach unten führenden Stufen direkt rechts von der Eingangstür, also noch im Freien stand (!). Nun hatten wir ja von den anderen Bewertungen gelernt, dass es sich um ein sehr enges Restaurant handelt, aber das und dann das was uns beim Betreten erwartete, hatten wir nicht erwartet. Die Tische stehen hier so eng, dass der erste Tisch so platziert ist, dass der Stuhl dazu quasi direkt neben der Tür steht und man beim Betreten beinahe den ersten Gast erlegt.
Die Begrüßung war selbst für norddeutsche Verhältnisse unterkühlt wie die Außentemperaturen. Wir wurden mit den Worten „Was wünschen Sie?“ empfangen. Was möchte man wohl, wenn man ein Restaurant betritt? Wir gaben an, einen Tisch reserviert zu haben und bekamen dann, nach Rücksprache mit dem Chef, durch einen Fingerzeig in eine hintere Ecke einen Tisch zugewiesen, den wir durch den Hindernisparcours von Stühlen und Tischen schließlich unversehrt erreichten. Kurze Zeit später wurde die Speisekarte in Form einer Tafel an unserem Tisch aufgebaut und wir wählten von den Dingen, die überhaupt lesbar waren, Tagliorini mit Trüffeln und Caprese zur Vorspeise. Das Essen kam recht zügig, Die Pasta war in Ordnung, die Trüffel waren eindeutig frisch. Der Morzarella auf den Tomaten war hart und geschmacksneutral, also definitiv kein Büffel-Morzarella, wenn überhaupt Morzarella.
Zur Hauptspeise hatten wir Hirschmedaillons in Barolosoße, bzw. das, was nach stundenlangem Reduzieren davon noch übrig bleibt, dazu den, bei vielen Italienern so üblichen, und wenig appetitlichen, Beilagentellern, auf dem man ein Gemüsemix und ein paar Kartoffeln gibt und dann bei Bedarf nur kurz unter dem Salamander erhitzt. Die zweite Hauptspeise sollte Trüffelrisotto mit Rinderfiletspitzen sein. Ganz offensichtlich wurden jedoch alle Trüffel am Nachbartisch, eine Gesellschaft von 12 Personen, die alle als Zwischengang auch Pasta mit Trüffeln hatten, verbraucht, so dass für mein Risotto lediglich die Ahnung von Trüffeln übrig geblieben waren.
Wir verzichteten, nicht zuletzt auch wegen der ungemütlich lauten Geräuschkulisse auf Dessert und Kaffe und verließen genervt und unzufrieden das Restaurant. Die Verabschiedung kann man nicht als unterkühlt bezeichnen, denn es fand erst gar keine statt.
TrüffelSchmecker Hallo Talinatschi
Geschmäcker sind ja nun bekanntermaßen verschieden, uns hat es dort nicht gefallen, schön wenn es Dir gefallen hat, dann kommen wir uns wenigsten bei den Tischreservierungen nicht in die Quere. Also wozu die Aufregung? Hier herrscht nun mal Meinungsfreiheit.
Und als zu eng empfinde ich ein Restaurant, wenn ich dem Nachbarn am Nebentisch fast auf den Schoß klettern muss, um meinen Platz zu erreichen. Dass kann sicher manchmal interessant sein, aber nicht, wenn man glücklich verheiratet ist
Übrigens: wir waren auch schon in Italien, und zu sagen dass alle Italiener laut wären, wird ihnen sicherlich nicht gerecht. Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen lebhaft und Ohrenbetäubend…
In diesem Sinne es lebe buon appetito
13 Junio 2011
Da Salvatore - Wedel
Rathausplatz 4, 22880 Wedel
17-01-2009
Eigentlich braucht es gar keine Bewertungen von Restaurants, denn das einzige Kriterium für ein gutes Restaurant ist doch, der Besucherzuspruch. Wenn also an einem nasskalten Dienstag im Januar ein Restaurant nahezu ausgebucht ist, kann es nicht so schlecht sein.
An diesem Abend wählten wir eine Vorspeisenvariation aus Vitello Tonato, Caprese, Carpaccio; sowie eine Portion Tagliatelle aus dem Parmesanleib mit Trüffeln. Die Tagliatelle sind schon wegen der Zeremonie, bei der der riesige Parmesanleib auf einem Rollwagen an einen Tisch gefahren wird, die Nudeln in den ausgehöhlten Käse gegeben werden und dabei mit dem abgeschabten Käse verrührt werden, um danach auf dem Teller noch mit reichlich frischen Trüffelscheiben bedeckt werden, ein Erlebnis, dazu sind sie auch noch lecker.
Als Hauptgericht hatten wir eine Pizza mit Sardellen, Kapern und Schinken, die handwerklich okay war, jedoch kein kulinarisches Highlight darstellte, sowie kleine Teigtaschen mit Trüffelfüllung und darüber gehobelten Trüffeln, die sehr lecker waren.
Wenn man jetzt noch ein wenig an der Qualität der Weine arbeiten würde, hätten wir die vollen fünf Punkte vergeben, so jedoch gibt es Abstriche in der „W-Note“, und somit nur vier Punkte.
Trattoria Salento - Eimsbüttel
Osterstraße 52, 20259 Hamburg
04-01-2009
Erstmals haben wir ganz bewusst bei Qype nach einem Restaurant für ein Abendessen gesucht. Es sollte italienisch sein, und so gingen wir die Italo-Hitparade gezielt durch.
Unsere Wahl viel aufgrund der Kommentare auf die Trattoria Salento, wo wir telefonisch reservierten, und eine gute halbe Stunde später an unserem Tisch platz nahmen.
Das Restaurant war bis auf einige wenige Tische ausgebucht, und wir bestellten Tomate-Mozzarella, sowie Tagliorini mit Trüffeln zur Vorspeise. Caprese entsprach weitestgehend unseren Erwartungen, hätte aber etwas geschmackvoller sein können.
Die Tagliorini mit Trüffel hingegen waren einfach großartig. Zwar wurden die Trüffel nicht am Tisch über die Pasta gehobelt, doch stellte sich nie, wie in so manch anderen Restaurants, die Frage, ob diese auch wirklich frisch seien. Sie rochen frisch, rochen gut, waren schön bissfest und schmeckten einfach klasse.
Als Hauptgericht hatten wir Rinderfilet mit Taleggio überbacken in einer Feigensoße, ausgesprochen lecker durch den Gegensatz vom etwas strengen Käse und der Süße der Soße. und Tagliata (Rumpsteak) auf Tomaten-Ruccola mit Parmesan, und leider etwas zu viel Rosmarin. Beide Fleischgerichte waren von sehr guter Qualität und genau auf den Punkt gegart. Nach dem Hauptgericht war klar, wir hatten einen neuen Lieblingsitaliener gefunden!
Als Dessert teilten wir uns eine Zabaione, die zwar sehr gut schmeckte, doch leider ein bisschen zu heiß geworden war, so dass sich kleine Klümpchen gebildet hatten. Aber trotzdem lecker.
Die Weinkarte schien erst etwas einfach zu sein, aber am Ende verstecken sich die fantastischen Raritäten. Zum Essen tranken wir einen hervorragenden 97er Brunello von Frescobaldi, der ohne Preisangabe auf der Karte stand, uns jedoch auf Nachfrage zu einem sehr fairen Preis angeboten wurde.
Wir wurden gegen Ende des Abends, wie auch schon andere Qyper vor uns, vom Chef des Hauses als Qyper enttarnt, und er schien im Geiste noch einmal durchzugehen, ob, und wie wir sein Restaurant bewerten würden. So sagte er dann schließlich, ohne dass wir dazu etwas gesagt hätten, dass die Tür, die den kleinen Raucherber- vom Nichtraucherbereich trennt, sonst geschlossen ist. Und er hatte Recht damit, sich darüber Gedanken zu machen, denn erstmals nach der Einführung des Rauchverbots in Gaststätten, stellten wir nach dem Verlassen des Restaurants fest, dass unsere Kleidung verraucht roch. Nun sind wir keine militanten Nichtraucher, so dass dieser kleine Wermutstropfen den insgesamt guten Gesamteindruck des Salento nicht trüben kann. Außerdem ist zügiger Service kaum machbar, wenn man ständig Türen öffnen und schließen muss.
Insbesondere im Vergleich mit dem hoch gelobten La Scala (siehe hierzu auch unsere Kritik) bleibt festzustellen, dass hier sowohl die angebotenen Speisen deutlich kreativer waren, und das Preis-Leistungsverhältnis stimmte.
Wir werden gern wieder kommen und bestimmt auch Freunde zum mitschlemmen mitbringen!!!
Saliba - Altona
Leverkusenstr. 54, 22761 Hamburg
04-01-2009
Seit über 20 Jahren gibt es nun das Saliba in Hamburg, wir waren vor 5 Jahren das erste Mal dort, und es ist immer wieder eine gelungene Reise in den Orient.
Schon die Begrüßung, bei der man einen schwarzen Tee mit Minzblatt sowie eine Dattel gefüllt mit Walnuss gereicht bekommt und dabei auf kleinen Sitzmöbeln Platz nimmt, ist sehr stilvoll. Man muss allerdings darauf achten, dass man sich nicht versehentlich auf die Beistelltischchen setzt, die die gleiche Höhe wie die Sitzbänke haben ;-):
Nach ca. 10 Minuten, bzw. nach dem Austrinken des Tees, wird man dann zu seinem Tisch geführt. Wir entscheiden uns für das „Saliba-Menü“ welches mit den berühmten Mazza startet. Dieses sind etwa 16 verschiedene Kleinigkeiten, wie z.B. Humus, Falafel, Paprika-Wallnuss-Creme, Möhren mit Rosenwasser, die alle vor uns kunstvoll auf dem Tisch aufgebaut werden. Allein das Aufbauen der Mazza und natürlich das genussvolle Verspeisen der Selben, ist einen Besuch wert (Mazza gibt es allerdings nur in Verbindung mit einem Hauptgericht meine ich). Zuerst kommt der Kellner (übrigens alle super nett und auch unter Druck sehr aufmerksam) und stellt ein kleines Beistelltischchen ab, dann holt er das riesige Tablett mit der Mazza, die nach einem festen Muster aufgebaut werden, dazu gibt es flache, warme Teigfladen. Und dann … Lecker!!!
Danach bekommen wir ein Stück Meeräschefilet und eine Riesengarnele in Butter-Sesam-Soße, welches sehr schmackhaft ist. Schade, dass Tellerablecken so verpönt ist ;-). Darauf folgt ein auf den Punkt gebratenes rosa Lammfilet auf Schafskäsesoße und einige Scheibchen Entenbrust in köstlicher Aprikosen-Pflaumen-Soße zu dem Reis mit Nüssen, Granatapfelkernen und Zimt gereicht wird. Allein an dem Reis könnte man sich schon satt essen, so gut ist der, aber dann wäre es schade um das zarte Lammfilet und die knusprige Ente. Also geben wir unser Bestes beidem alle Ehre anzutun!
Das Dessert kann man sich an einem Buffet zusammenstellen. Hier ist besonders das Blätterteig-Honig-Gebäck zu empfehlen. Das Lavendeleis ist aber nur etwas für absolute Blumenfans, da es schmeckt wie Blütenbadezusatz, nicht unsere Welt, aber wir sind auch mit Schokolade mehr zu beglücken.
Das Saliba ist nach unserer Meinung durch die Qualität und die Würzung der Speisen, das Interieur und den super aufmerksamen und freundlichen Service das wahrscheinlich authentischste orientalische Restaurant Hamburgs. Selbst bei den Weinen kann man schöne Tropfen aus dem Libanon und anderen arabischen Ländern wählen die hervorragend zu den Gewürzen passen. Einziger Kritikpunkt ist, dass sich die Karte eigentlich nie wesentlich ändert, so ist das Saliba immer noch das gleiche wie bei unserem ersten Besuch. Daher ist es kein Restaurant, in das man mehr als ein „paar“ mal pro Jahr gehen kann.
Ein Tipp noch für die weiblichen Qyper unter uns: die Toiletten sind vielleicht (abgesehen vom Hotel Hohe Düne in Warnemünde) die schönsten Restauranttoiletten die ich je besucht habe. Rot gestrichen, mit kleinem Separée für die Schönheitspflege, Blumen und echten Handtücher statt der Papiertücher oder dieser schrecklichen „Trockenföndinger“…
La Scala - Hoheluft-Ost
Falkenried 54, 20251 Hamburg
04-01-2009
Nach zwei vergeblichen Versuchen, für einen Freitag oder einen Samstagabend im La Scala einen Tisch zu reservieren, klappte es dann endlich an einem Dienstagabend. Die Parkplatzsituation in dieser Gegend macht es fast unmöglich zur vereinbarten Zeit den reservierten Tisch einzunehmen, es sei denn, man fährt bereits gegen Mittag los. Der Parkplatzgott war uns jedoch gnädig, und alle Politessen scheinbar schon schlafen gegangen, so dass wir nach noch annehmbarem Fußmarsch nur zehn Minuten zu spät kamen.
Da sich der Patron rühmt, durch seine Italo-Connection nach Alba in der Saison immer frische Trüffel im Haus zu haben, wollten wir diese unbedingt probieren. Also schnell die Speisekarte studiert, und enttäuscht festgestellt, dass nur ein Gericht mit Trüffel im Angebot war. Dann fiel jedoch die Tageskarte, ein schlichtes Blatt ohne Hülle, dass wir bis dahin übersehen hatten, aus der Speisekarte und der Abend war fast gerettet. Wir studierten voller Inbrunst, und wählten dann Tagliorini mit Trüffeln sowie eine Eierspeise die aus flüssigem Ei mit Sahne bestand, jedoch ein guter Geschmacksträger für die Trüffel sein sollte. Beides kam zügig, die Trüffel wurden in einer kleinen Schatzkiste an den Tisch gebracht, und vom Chef persönlich über die Speisen gehobelt. Das war zwar eine schöne Zeremonie, nur leider lies der Geschmack der Trüffel eher zu wünschen übrig, sie waren doch eher geschmacksneutral bis medizinisch riechend. Ob sie tatsächlich aus Italien stammen, wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben. Die Soße zu den Tagliorini bestand leider hauptsächlich aus Trüffelöl, das in größeren Mengen einfach alles abtötet.
Als Hauptgang hatten wir ein Ochsenkotelett gewählt, welches sein Geld absolut nicht wert war. Das dieses Stück Fleisch kein Filet ist und so manchen „Fettrand-Sezierer“ schon in den Wahnsinn getrieben hat, war uns klar, doch das man selbst als Inhaber aller „zweiten Zähne“ etwa ein Drittel des Fleisches kautechnisch nicht verarbeiten konnte, hat uns den Genuss ein wenig verdorben.
Ein Dessert haben wir trotzdem oder gerade deswegen noch genommen. Wir wählten Panna Cotta mit Würzorangen (passend zur Weihnachtszeit) sowie ein Nougat-Parfait Beide waren gut, jedoch nicht aufregend. Ein Süßwein zum Dessert wurde uns auf Kosten des Hauses gereicht, vielleicht hatte der teilweise erfolglose Kampf mit dem Rindvieh doch mehr Aufmerksamkeit erregt, als uns lieb war.
Beim Versuch, die Rechnung zu begleichen scheiterten wir ebenfalls, den im La Scala ist nur bares auch wahres. Wir boten an, das Geld schnell vom nächsten Geldautomaten zu holen, jedoch bestand der Chef darauf, dass wir ihm das Geld in den nächsten Tagen überweisen würden. Dieser Vertrauensvorschuss hat uns sehr gefreut.
Abschließend müssen wir jedoch leider feststellen, dass das La Scala, ähnlich wie auch das Skroi oder Poletto, nicht die Versprechungen halten kann, die von den einschlägigen Restaurantkritikern des Gault Millau oder Michelin gemacht werden.
China Restaurant Sara Wong - Blankenese
Dockenhudener Str. 4, 22587 Hamburg
04-01-2009
Wir sind aus Ermangelung an Alternativen, an einem Montagabend, an dem viele Restaurants der Gegend Ruhetag haben, in das Restaurant Sara Wong eingekehrt.
Wir waren die einzigen Gäste während unseres Aufenthalts dort. Die Einrichtung ist, wie in allen „klassischen“ chinesischen Restaurants, so dass wir uns fragen, ob es nur einen Lieferanten, oder gar eine Vorschrift für Einrichtungen in Chinarestaurants gibt.
Wir bestellen zur Vorspeise eine Variation, die aus lauter frittierten Kleinigkeiten bestand, und die nach etwa fünf Minuten, und damit noch vor den Getränken auf den Tisch kamen. Was uns zu der Erkenntnis kommen ließ, dass es sich hierbei nur um vorgefertigte Tiefkühlware handeln konnte, wie man sie in jedem besseren Asia-Shop kaufen kann.
Die Hauptgerichte Rindfleisch mit Bambus, sowie doppelt gebratenes Schweinefleisch waren so, wie sie auch vor 100 Jahren serviert worden sind. Machen satt, sind aber kein kulinarischer Genuss, wobei wir wissen, dass die chinesische Küche doch eigentlich auch andere Speisen zu bieten hat. Leider bekommt man in den meisten Chinarestaurants nur den immer wiederkehrenden Einheitsbrei der auf den typischen Warmhalteplatten in dicker Soße vor sich hin simmert.
Fazit: Da hätten wir uns lieber eine Stulle schmieren sollen!
herbert19 du schreibst:
” Leider bekommt man in den meisten Chinarestaurants nur den immer wiederkehrenden Einheitsbrei der auf den typischen Warmhalteplatten in dicker Soße vor sich hin simmert.”
eben.
ihr hättet also gewarnt sein können. ;-)
13 Abril 2009
oilspur Gut geschrieben! Es ist einfach entsetzlich und Kegelbahn im Kelller oder nicht – völlig überflüssig. Jedes Tiefkühl-China-Food ist besser als das was hier aufgetischt wird.
10 Enero 2012
- Hamburgo 12 reseñas
- Blankenese, Hamburgo 3 reseñas
- Wedel 3 reseñas
- Altona, Hamburgo 1 reseña
- Eimsbüttel, Hamburgo 1 reseña
- Más
- Billbrook, Hamburgo 1 reseña
- Hoheluft-Ost, Hamburgo 1 reseña
- Osdorf, Hamburgo 1 reseña
- Eppendorf, Hamburgo 1 reseña
- Braunlage 1 reseña
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