Imagen

Soy stone1965 de Grevenbroich. Estoy en Qype desde 25-04-2008

"Leben und leben lassen"

Añadir como contacto

Elogio

Más sobre stone1965

Estadísticas
  • Reseñas: 39
  • Amigos: 21
  • Invitaciones: 3
  • Imágenes subidas: 0
  • Vídeos subidos: 0
  • Lugares categorizados: 12
  • Eventos creados: 5
  • Check-ins: 0
  • Elogios recibidos: 945
  • ¡Me gustas!:0
  • ¡Eres gracioso!:0
  • Estoy de acuerdo:6
  • ¡Escribe más!:5
  • ¡Me gusta tu guía!:2
  • ¡Un grupo genial!:0
  • ¡Buen perfil!:0
  • ¡Bonita foto!:0
  • Bien escrito:448
  • Muy útil:484

NewbieBadge RookieBadge PioneerBadge InsiderBadge ExpertBadge TravellerBadge BabelfishBadge BookerPrizeWinnerBadge

Ver las 8 insignias


  • Foto del usuario: roki19
  • Foto del usuario: Malte Klauck
  • Foto del usuario: Mike Klauke
  • Foto del usuario: evarose
  • Foto del usuario: 6Kraska6
  • Foto del usuario: bluesofty
  • Foto del usuario: MASSAGE-ZINTEL
  • Foto del usuario: Erida
  • Foto del usuario: HeinzSchepp
  • Foto del usuario: köstlichEsserin
  • Foto del usuario: 1966
  • Foto del usuario: Jockda

Ver los 21 contactos

Perfil de stone1965

Novello Theatre - Holborn

Aldwych, Charing Cross, London WC2B 4LD

04-02-2009

Hatte über das Internet eine Karte für Hamlet von der Royal Shakespeare Company ersteigern können. Ich hatte dieses Stück schon mehrmals gesehen, auch auf Englisch und mir aber die Aufführungen von der RSC am Besten gefielen,freute ich mich sehr auf diesen Abend. Zwar hatte mich noch kein Hamlet-Darsteller überzeugen können ( auch nicht der hochgelobte Lord Laurence Olivier). Da mein Mann, der kurzfristig mit nach London gekommen war, keine Karte mehr bekommen hatte, fuhr ich also alleine Richtung West End. Ich war neugierig auf dieses Theater, denn ich hatte dort noch nie eine Aufführung gesehen. Ich hoffte, dass es nicht zu den neu umgestalteten Gebäuden gehörte, sondern noch in seinem alten mit viel rotem Plüsch einen Charme, wie zur Zeiten der Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert. Meine Hoffnung wurde nicht enttäuscht, zwar war die Innereinrichtung ein wenig in die Jahre gekommen, aber man konnte sich den Pomp der zwanziger Jahre gut vorstellen.
Was mich total verwunderte die vielen jungen Leute, die ins Theater drängten. Zu meiner Schande muß ich gestehen, dass ich mich um die Besetzung wenig gekümmert habe. Ich kannte zwar Patrick Stewart ( der Captain aus Star Trek- Das nächste Jahrhundert), der den Polonius spielte. Doch David Tennant, als Hamlet sagte mir überhaupt nichts ( zwar stand überall, dass er der Doctor aus der ältesten Sci-Fi-Serie Doctor Who sei, aber da die Serie meines Wissens nie in Deutschland gesendet wurde und ich sie nur aus meinen Englandbesuchen bei Freunden gesehen hatte, war dieser Schauspieler mir kein Begriff.) Aus den Gesprächen, die um mich herum geführt wurden, entnahm ich, dass dieser Schauspieler erkrankt war und die Zweitbesetzung spielen sollte. Mir war es egal. Ich genoß die Atmosphäre, die dieses alte Theater verströmte und mein Platz auf dem Balkon war auch ein Volltreffer. Als Hamlet beginnen sollte, kam jemand auf die Bühne und erklärte, dass heute abend doch David Tennant spielen würde und was dann geschah, habe ich bei den Briten noch nie erlebt (vielleicht beim Fußball). Das Publikum raste vor Begeisterung, selbst Sir Ian McKnellen, der im Publikum saß, tobte mit. Um Ruhe ins Geschehen rein zubringen, tauchte der Hauptdarsteller, dann persönlich auf und lieferte eine Vorstellung als Hamelt, die ich für absolut grandios fand. Sicher eine sehr moderne Fassung, aber den manisch-depressiven Hamlet habe ich noch nie besser gesehen. Aber ich will o.g. Patrick Stewart nicht vergessen, der auch brilliant seine Rolle gespielt hat. An diesem Abend war alles fantasisch und ich hoffe, dass solche Theater, wenn auch ein wenig veraltet, doch noch verschont von der Modernisierung bleiben. Die kalten und hyperfunkitonalen Theater fehlt Seele.

"The Tower" a Guoman Hotel - Tower Hill

St Katharine's Way, London E1W 1LD

04-02-2009

Wow, was für ein Hotel! Nach langer Zeit hatte ich mal wieder die Möglichkeit die britische Hauptstadt zu besuchen. Da ich so meine Erfahrungen mit 3-Sterne-Hotels in London habe ( beim letzten Mal bestand das Zimmer aus zwei Feldbetten, einer Dusche und Ausblick auf eine Ziegelmauer. Die Toilette befand sich eine Etage tiefer und zwei Gänge weiter. Mitten in der Nacht traf man sich dort zum Klönen mit Anderen.), sollte das Zimmer, vorallem das Bett einen anderen Standard haben. ( Schließlich ist man ja nicht mehr die Jüngste!) Also rasch im Internet Hotelpreise verglichen. (Solllte man wirklich machen, denn oft sind die Unterschiede zwischen 3 und 4-Sterne-Hotels sehr gering.)Als ich dann noch feststellte, dass dieses Hotel ins Budget passte, ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Denn als bekennende Great Britain-Süchtige wollte ich schon seit der EM 1996, als die ersten Bilder von diesem Hotel über die Mattscheibe flimmerten ( damals das Hotel der Deutschen Fußball Nationalmanschaft), übernachten. Also kurz entschlossen wurden Flüge und Hotel gebucht. Nachdem wir mit einer Stunde Verspätung ( Heathrow war mal wieder total überlastet. Frage mich, wie den Ansturm 2012 zu Olympia schaffen wollen?) im Hotel ankamen,meinte der freundliche Mann an der Rezeption: Unser Zimmer wäre noch nicht fertig, da eine Reisegruppe zu spät ausgecheckt wäre. Wir könnten selbstverständlich auf Kosten des Hauses so lange in Restaurant setzten oder er könne uns für den kompletten Aufenthalt für einen Aufpreis von 20,00€ ein Zimmer mit direkten Blick auf die Tower-Bridge überlassen. Ehe meine bessere Hälfte, der zum erstenmal auf der Insel war, etwas dazu sagen konnte, hatte ich dem Ganzen schon zu gestimmt.

Anschließend ab in den 10. Stock und für britische Verhältnisse ein sehr großes Zimmer mit einem absolut bequemen King-Size-Bett und selbst vom Bett aus einen fantastischen Blick auf die Klapp-Brücke ( O-Ton meines Mannes). Besonders toll sah sie nachts mit der Beleuchtung aus. Auch der 24 Stundenservice in diesem Hotel war super, denn als ich spät aus einer Theatervorstellung ins Hotel zurück kam und den gelungenen Abend mit einem Glas Rotwein ausklingen lassen wollte, wurde es mir prompt gebracht und dabei waren noch ein paar Kekse. Für uns waren die Tage in diesem Hotel absolut perfekt. Das Persnal war zu jeder Zeit freundlich und hilfsbereit und auch die Zimmer waren sehr sauber. Sicher hier und da könnte eine Leiste neu angebracht werden, eine Fliese im Bad war gesprungen, oder der Teppich in den Gängen hatte Flecken. Mich hat es nicht gestört und wer etwas finden will, der findet auch etwas. Da ich in diesem Land auch schon eine 4-wöchige Tour durch Jugendherbergen gemacht habe, bin ich ganz andere Dinge gewohnt.

Der nächste Trip in dieses Hotel ist in Planung, dann aber nicht gerade wenn in London die Temperaturen unter null liegen.

Hotel "Alte Backstube" - Grevenbroich

Bergheimer Str. 122, 41515 Grevenbroich

15-12-2008

Als vor ein paar Wochen unsere Freunde verschlugen, lasst uns doch mal in die ” Alte Backstube” zum Essen gehen, sagte mir mein Bauchgefühl, bloß nicht. Ich war skeptisch, weil ich eh keine große Esserin bin und weil ich die Berichte hier auf Qype gelesen hatte. Da, aber unsere Freunde so davon schwärmten und mein Mann mich damit überredete: “Du kannst ja auch nur einen Salat nehmen.”, wollte ich auch keine Spielverderberin sein. Also gesagt, getan. Unser Freund bestellte für den 6. Dezember einen Tisch. Pünktlich trafen wir uns gegen 18.00 Uhr in der Gaststätte, wo wir erst einmal direkt auffielen, weil wir nicht wie angekündigt mit 7, sondern nur mit 5 Personen erschienen waren. ( In seiner Begeisterung hatte unserer Freund meine beiden Töchter in das Essen mit einbezogen. Doch auf die Aussicht einen Abend ohne Eltern, mit Pizza vom Lieblings-Italiener vor der Glotze, war natürlich besser, als mit 5 Alten essen zu gehen.) Die Gaststätte war zu dieser Zeit noch ziemlich leer, außer uns saßen noch an zwei Tischen Leute. Gut es war noch früh! Auf mich wirkte der ganze Raum, wie eine Kneipe, bei der man nur die Theke heraus gerißen hatte. Zwar hatte man versucht mit ein paar Tannenzweigen auf einer Elchserviette, weihnachtliche Stimmung herbei zu zaubern, aber dazu paßte die Musik von Pink und Katie Perry überhaupt nicht. Was Musik anbelangt, halte ich mich eigentlich für sehr tolerant, was man bei zwei Teenagern schon sein muß, deren Geschmack von Klassik bis Heavy Metal variiert.Auch muß ich nicht ständig die Weihnachtslieder, die mir seit September beim Einkaufen um die Ohren gehauen werden, hören. Aber es muß auch nicht im knapp zwei Stunden ein und die selben Lieder siebenmal sein und in einer Lautstärke, dass man sich nicht mal mehr unterhalten kann. Weihnachtlich dagegen war die Temperatur in dem Lokal, sch….. kalt. Trotz dickem Rollkragen-pullover und Winterstiefel war die Erkältung vorprogrammiert. (Der Grund, warum ich mich bei Qype so rar gemacht habe.) Da die Speisekarte sehr übersichtlich war, nur zwei DinA4-Seiten incl. Getränke, war unser Essen rasch bestellt.Die Bedienung, die sehr freundlich war und die Küche arbeiteten sehr schnell. Doch das Ergebnis ließ zu wünschen übrig, außer mir hatten sich die Anderen für Steaks mit Beilagen entschieden,( im Übrigen kostet die Beilage zum Fleisch neuerdings 2,50€ extra, egal ob Folienkartoffel oder Pommes.) Mein Mann erzählte mir, dass sein Fleisch voller Sehnen war und die Pommes, so waren wie in England; außen verbrannt und innen roh. Auch mein gemischter Salat mit Putenstreifen, den es nur in der XXL-Variante für 7,50€ gab, hatte ich schon wesentlich leckerer genossen. Der Salat bestand aus vier Streifen Putenfleisch, von der Größe einer Briefmarke, einer Tomate, ein bisschen Mais und einem riesigen kleingehackten Kopf Eisbergsalat. Für die riesige Menge Salat war der Teller zu klein, so dass die Bedienung auf dem Weg zum Tisch schon eine Spur nach sich zog. “Gekrönt” wurde dieser Salat von einer weißen Soße, die erst nach einiger Zeit ihren sehr zitronigen Nachgeschmack entfaltete. Bei den Getränken war es kaum anders, die Cola war sehr kalt, ohne Kohlensäure und schmeckte abgestanden. Als ich zum Mineralwasser wechselte, habe ich nur die Farbe des Getränkes gewechselt. Für das Super-Essen mit Getränken, diversen Beilagen und Soßen durften wir dann auch noch 120,00€ dalassen. Ich habe schon besser und billiger gegessen, jedoch bin ich jetzt um eine Erfahrung reicher und werde um dieses Lokal einen großen Bogen machen. Doch eines haben wir umsonst bekommen, Eiszapfen an Händen und Füßen und eine Erkältung. Wie sehr habe meine beiden Töchter an diesem Abend beneidet, die es sich vor dem Kamin mit einer leckeren Pizza bequem gemacht hatten, als wie nach Hause kamen.

Erida Oh je, das war sicherlich eine Enttäuschung. Es ist immer schade, wenn man sich auf einen netten Abend mit Freunden in einem gemütlichen Restaurant freut und dann enttäuscht und durchgefroren wieder nach Hause fährt. Hast Du Dir dann zu Hause einen warmen Tee gemacht?
LG - Gudrun

sounds recordshop - Venlo

Parade 66, 5911 CE Venlo

10-11-2008

Nachdem ich wieder einmal Netz gesurft hatte, auf der Suche interessanten Literatur- und Shakespeare-Verfilmungen
von BBC und hier in Deutschland nur synchronisierte Fassungen gab oder garnicht hier auf den Markt gekommen waren, (Bestimmte Sachen muß man im Orginal erleben, weil ich festgestellt habe, daß manches in Übersetzung verloren geht.)schlug mein Mann vor am Samstag mal ganz spontan nach Venlo zu fahren. Vielleicht würde ich dort einen meiner Wunschfilme bekommen, da die Niederländer ja selten ausländische Sachen synchronisieren, meinte mein Mann und verzog leicht das Gesicht. (Ich glaube, in diesem Moment ahnte er, was er sich damit antat. Wehe, wenn sie mich loslasssen.)
Also gesagt, getan. Am Samstag Morgen so gegen 9:00 fuhren wir Richtung Venlo. Am Wochenende verlassen unsere Nachbarn eh ihr Land, weil wir Deutschen, dann wie die Heuschrecken über das Land herfallen, besonders der Markt und die zwei Brüder sind ein begehrtes Ziel. Man hatte sich die Stadt verändert, denn wir waren bestimmt 5 Jahre nicht mehr da. Nachdem wir unsere Familienkutsche in einem Parkhaus, direkt an der Maas abgestellt hatten, bewegten wir uns Richtung Fußgänerzone. ( Unsere Nachbarn haben eine etwas seltsame Zeiteinteilung bei den Parkgebühren: pro angefangene 27 min. kostet es 50 cent. ) Wir hatten Glück, denn zu dieser frühen Stunde waren noch nicht so viele Landsleute unterwegs. Gemütlich schlenderten wir Richtung Markt und zwei Brüder, begutacheten zwei Shops, die CDs und DVDs führten. Leider nur die bekannten Blockbuster und die beliebtesten TV-Serien aus Deutschland und USA. Also nichts für mich dabei. Als wir das Ende der Fußgängerzone erreicht hatten, war auch mittlerweile der Rest der Deutschen eingetroffen und es war nur noch ein Schubsen und Geschiebe. Also beschlossen wir nur noch schnell bei der zwei Brüdern den Kaffee und das Vla für die Kids zu holen, dann kurz Diesel tanken und Richtung Heimat abschwirren. Nachdem wir aber sahen, daß die Menschen bei den Brüdern mit den Einkaufswagen fast bis draußen standen, schenken wir uns auch diesen Teil. Also außer Spesen nichts gewesen und da mein Mann wußte, daß ich etwas traurig war, vertröstete mich auf unseren London-Trip im nächsten Jahr.
Begeistert war ich nicht, denn Geduld gehört nun einmal nicht zu meinen Stärken und ein Dickschädel bin ich auch! Halt ein Widder!
Damit wir uns nicht mehr durch die Menschenmassen zum Parkhaus zurück schieben wollten, bogen wir einfach in eine kleine Gasse ab und nach ca. 50m kamen wir bei Sounds vorbei. Mein Mann schaute mich fragend an, doch ich hatte keine Lust mehr auf Niederlagen. Doch meine bessere Hälfte, seines Zeichens auch Widder zog mich einfach in den Laden.
Was soll ich sagen, ich kam mir vor wie im CD/DVD-Himmel. Ein riesiger Laden voll, so wie ich das nur aus London oder von früher bei Saturn in Köln her kannte. (lt. Internet über 100.000 CDs und DVDs.) Also die hatten einfach alles an Musik z.B. Deutsche Musik von Tokio Hotel, den Toten Hosen oder Catharina Valente, selbst Volksmusik oder Karneval war dabei. Auch international hat Sounds eine riesige Auswahl, von Folk, Rock, Heavy Metal, Reggee, Grufti oder Pop aus den 50-zigern ( Doris Day, Tony Bennet usw.), 60-zigern ( wie die Monkees, Beatles, Rolling Stones, Dave Dee ect.), 70-zigern ( Sweet, Smokie, Manfred Mann,....). Man was wurden da Erinnerungen wach. Doch bevor ich mich Richtung DVDs verkrümmeln konnte, schleppte mich mein Mann Richtung Obergeschoß und wohin man sah ” Vinyl”, die guten alten Schallplatten. Während ich meinen Mann seinen Erinnerungen überließ, zog es mich in die DVD-Ecke, die zwar nicht ganz so groß ist, aber nicht nur die bekannten Blockbuster auf Lager hat, sondern auch meine ach so geliebten englischen TV-und Literatur-Verfilmungen. Also was soll ich sagen, wir sind nicht mit leeren Händen aus dem Laden gekommen, vor allem nicht ich. Drei neue DVDs und zwei Cds aus 60-zigern gehören jetzt mir. Aber auch mein Göttergatte hat seine Sammlungen von Queen, Manfred Mann und Sweet vergrößert.
Als wir dann auf dem Heimweg waren, meinte Mann: ” Ich kenne auch jemanden, der jetzt wieder öfters nach Venlo fährt.” Recht hat er, denn nach 20 Jahren kennt er mich doch ganz genau.
Also, wer noch ein paar Oldies oder ein ausgefallenes Musik-Weinachtsgeschenk sucht, ist hier genau richtig und die Preise sind absolut ok.

stone1965 Kurze Anmerkung für alle Qpyer, die nicht am Niederrhein leben: Die zwei Brüder von Venlo ist der Lebensmittel-Laden für die Menschen, die billigen Kaffee und billige Zigaretten kaufen wollen.
Natürlich gibt es hier auch die normalen Lebensmittel, aber bei Kaffee und Zigaretten spart man hier wirklich was.

GLG

Anneli Ich war mal bei den “2 Brüdern” vor etwa 8 Jahren. Da gab es immer super leckere Rosinen-Brötchen. Dein Bericht ist toll!

Ärzte für Allgemeinmedizin Peter R. Burbach Fittkau - Grevenbroich

Christian-Kropp-Str. 24, 41517 Grevenbroich

29-10-2008

Auf der Suche nach einem neuen Hausarzt, weil mein alter sich überhaupt nicht für meine gestellten Fragen interessierte, Hauptsache er konnte nach 10 Minuten den nächsten Patienten reinrufen. Fließband total! Nachdem mein Mann und ich dann Anfang des Jahres unsere Erkältungen total verschleppt hatten und keins der Mittel in unserer Hausapotheke mehr half, ( schließlich geht man erst zum Arzt, wenn man selber ein bißchen Dr. Brinkmann gespielt hat)beschlossen wir uns also zum Mediziner zu schleppen, denn der Arbeitgeber möchte ja auch eine abgestempelte Krankmeldung. Brav wie wir sind, riefen wir erst in der Praxis an und eine freundlich Stimme vom Band erklärte uns, daß die Praxis drei Wochen geschlossen sei und nannte uns die Nummer der Vertretung. Ich sah meine Chance gekommen und rief nicht bei der Vertretung, sondern in der Praxis Dr. Burbach, Dr. Fittkau und Frau Thomas in dem Nachbarort an. Ich bekam auch sofort einen Termin für den Vormittag. Also schleppte ich mich zu gegebener Zeit zur Praxis. Direkt vor der Praxis ist eine Bushaltestellung und gegenüber ist ein kleiner öffentlicher Parkplatz, wo es immer einen freien Platz gibt. Super! Nach kurzer Wartezeit wurde ich von einer Sprechstundenhilfe, die übrigens alle Fünf immer sehr freundlich sind, in das Sprechzimmer vom Frau Thomas geführt. Nachdem sie mich gründlich untersucht und eine leichte Lungenentzündung festgestellt hatte, fragte sie, ob noch weitere Beschwerden da wären. Sicher waren welche da; Probleme, die mein alter Hausarzt einfach ignoriert hatte.
Sie empfahl mir nach der Genesung einfach wieder zukommen und einen Check-up machen zu lassen. Was ich auch nach einigen Wochen tat. Es kam heraus, daß ich an einer chronischen Schilddrüssenunterfunktion, mit allen seinen Symptomen litt. In unserer Gegend, mit seinem Braunkohleabbau, ist diese Krankheit nicht selten. Aber was mich etwas wütend macht, konnte mein alter Hausarzt, der nach jeden Check-up erwähnte, daß die Schilddrüse nicht in Ordnung ist, nichts dagegen unternehmen. Scheinbar nicht!
In dieser Praxis fühle ich sehr gut aufgehoben und ernst genommen. Aber was ich wichtig finde ist, daß sich auch Zeit für einem genommen wirde. Da nimmt man schon mal gern Wartezeiten in Kauf. Die anderen beiden Ärzte habe ich noch nicht kennen gelernt. Auch auf Berufstätige wird Rücksicht genommen, denn manchmal ist es schwierig mitten am Tag zum Arzt zu verschwinden oder später zu kommen, besonders wenn man außerhalb arbeitet. Die Sprechstunden laufen parallel zu den Laborzeiten ab 8.00 Uhr.
Doch zwei Sachen sind mir aufgefallen, die ich nicht so positiv finde:
1. Die Praxis ist nur über drei Außenstufen zu erreichen und der Gang zu der Anmeldung und Behandlungsräumen ist sehr schmal. Was machen da Rollstuhlfahrer?
2. Wenn man mal so einen Termin bei den Ärzten haben möchte, ohne ein Notfall zu sein, muß man erst in die Notfallsprechstunde sich einen Termin holen. Beim Termin bekommt man dann vom Arzt einen rosa Zettel. Falls man sein Problem bei diesem Termin nicht klären konnte, schreibt der Arzt für die Anmeldung einen Vermerk Termin. Anschließend dackelt man zur Anmeldung und bekommt einen regulären Termin. Ohne rosa Zettel läuft nichts!!! Und der Zettel ist bei jedem Besuch mitzubringen. Bei Laboruntersuchungen kann ich dies ja noch nachvollziehen, damit die Arzthelferinnen wissen, welche Untersuchen zu machen sind. Doch der Rest wirkt auf mich etwas kurios und unorganisiert. Ich kann damit leben, weil für mich die Gründlichkeit der Ärztin zählt!!!

Dr. med. dent. Wolfgang und Carla Lenz - Grevenbroich

Breite Straße 32, 41515 Grevenbroich

29-10-2008

Leider gehöre ich, wie soviele Andere zu der Kategorie 'ANGSTHASE’. Da ich als Kind mit einem Zahnarzt einmal schlechte Erfahrunung gemacht habe, bricht bei mir jedes Mal der Angstschweiss aus, wenn es heißt Zahnarztbesuch. Nach einigen glücklosen Besuchen bei vielen Zahnärzten, gab mein Vater mir vor Jahren den Rat, nachdem ich wieder ein Wochenende mit Zahnschmerzen verbracht hatte, ” Geh’ doch mal zu Dokter Lenz. Ich finde ihn gut.” Er hatte leicht reden.( Er, der nur eine Plombe in seinen Zähnen hatte ,als starb.) Also schleppte ich mich an einem Montag, ohne große Erwartung, aber mit viel Angst zu Dr. Lenz. Da ich vorher angerufen hatte, brauchte ich auch garnicht im Wartezimmer Platz nehmen, sondern wurde direkt in ein Behandlungszimmer geführt. Ich nahm auf dem verhaßten Stuhl Platz und das Erste, was ich an der Wand sah, war ein kleiner Schaukasten mit Zahninstrumenten aus dem 19. Jahrhundert. Dies hob meine Stimmung total (na toll dachte ich; ein Sadist.). Ich überlegte mir, ob ich noch verschwinden könnte, denn naturlich waren meine Zahnschmerzen, wie vom Winde verweht. Doch es war zu spät, in diesem Moment betrat Dr. Wolfgang Lenz mit einem Lächeln das Behandlungszimmer und gab mir die Hand. Freundlich fragte er mich, wo es denn wehtut. Etwas zögernd zeigt ich ihm die Stelle. Die nächste Frage überraschte mich sehr! “Angst”, fragte er und ich nickte. Er war der erste Zahnarzt, der mich danach fragte. ” Ok, wir machen einen Vertag. Wenn ich ihnnen weh tue, sagen sie es mir und ich wechsele sofort meinen Beruf. Denn, wenn es schmerzt, bin ich ein schlechter Zahnarzt. ” Ich war total perplext. So etwas hatte ich noch nie erlebt. Doch was soll ich sagen? Ich hatte “meinen” Zahnarzt gefunden. Klar hat damals die Behandlung weh getan, aber es war zum Aushalten. Aber meine Angst ist soweit gewichen, daß ich immerhin jetzt seit über 20 Jahren regelmäßig zum Zahnarzt gehe. Meine ganze Familie ist Patient dort und als er vor kurzem meiner Jüngsten zwei Milchzähne ziehen mußte, weil diese nicht freiwillig weichen wollten, sagte er zu ihr: ” Mensch, bist du aber tapfer. Tapferer als deine Mutter,” und zwinkerte mir zu. Auch hat er während der Behandlung immer Zeit für das ein oder andere private Wort. Mal ist es die Frage nach dem nächsten Urlaub oder was die Vierbeiner machen. Es läuft hier nicht nach Fließband ab und der Patient wird nicht nach der Sanduhr-Methode abgefertigt.
Seine Frau habe ich erst einige Jahre später kennengelernt, als meine älteste Tochter eine Klammer brauchte. Auch sie ist absolut Spitze. Da hier auch die Klammeranpassung stattfindet, brauchten wir nie einen seperaten termin bei einem Kieferorthopäden machen. Schulpflichtige Kinder und Jugendliche bekommen bei ihr grundsätzlich nachmittags einen Termin, sodaß nichts vom Unterricht versäumt wird.

Doch auch diese beiden Topzahnärzte sind jetzt auch schon etwas älter, doch ich hoffe, sie machen noch recht lange weiter. Sonst muß sich ein ANGSTHASE wieder auf die Suche begeben.

Buchhandlung Liesegang GmbH - Schleswig

Stadtweg 22, 24837 Schleswig

14-10-2008

Wenn meine Familie und ich auf Shopping-Tour gehen, stehen Buchhandlungen immer ganz oben auf unserer Liste. Meine älteste Tochter (Teenager und alles wird sehr kritisch bewertet.) und ich gehören zur der Kategorie “Leseratten”. Doch von diesem Buchladen war ich sehr angenehm überrascht, obwohl er nicht sehr groß ist, bot er doch viel Auswahl an verschiedenen Buchthemen. Es muß nicht immer anspruchsvolle Literatur sein, schließlich hat man ja Urlaub. Besonders schön fand ich die vielen Lesertipps, die an den Regalen für das ein oder andere Buch klebten. Diese Lesetipps hatte ich noch nie in einer Buchhandlung gesehen, zumindest nicht in Neuss oder Grevenbroich! Sehr hilfreich! Bei der Auswahl kann ich nur sagen , alle Achtung, selbst das neuste Buch von meinem ” Lieblings-Entspannungautor” Jacques Berndorf, ( er schreibt die Eifelkrimis) hatten sie da. So etwas erwartet man ja nicht unbedingt im hohen Norden.
Nachdem ich meine Urlaubslektüre zusammen gestellt und alles durch einen Familienkalender 2009 kompletiert hatte, ging ich zur Kasse. Die eine Kassiererin war noch mit einer Kundin beschäftigt und ich wollte mich brav anstellen, doch neben der Kassiererin stand eine weitere Verkäuferin und diese rief mir mit einem Lächeln: ” Moin,moin, kommen sie doch hier rüber entgegen.” Ich war total baff, denn sochle Freundlichkeit habe ich noch nie hier im Rheinland erlebt. Meist wird doch keine zweite Kasse aufgemacht, wenn nur ein Kunde in der Schlange steht und eine freundliche Begrüßung, daß geht doch garnicht. Doch diese Person schaffte es, mich noch mehr zu überraschen. Nachdem ich meine Sachen bezahlt hatte, steckt sie alles in eine Tüte, doch der Familienkalender schaute ein Stück raus. War nicht schlimm, fand ich, denn er war noch extra in Folie eingeschweißt. Dies sagte ich ihr auch, doch sie antwortete: ” Es regnet doch so stark und alles wird naß”, und nahm eine zweite Plastiktüte und stülpte sie verkehrt über den Kalender, denn gab sie mir meine Sachen und wünschte mir mit einem Lächeln einen schönen Tag.
Selbst meine Teenager-Zicke war von diesem Buchladen begeistert, denn sie fand hier endlich ihre neusten Mangas.
Zwar haben wir auch in unserem Städtchen eine Buchhandlung ( eine Zweigstelle der Mayerischen), aber bis die Neuerscheinungen hier ankommen, hat man die sich schon woanders besorgt und von Freundlichkeit keine Spur.
Doch diese Freundlichkeit begegnet mir immer wieder im Norden.

Lucie Ich hab Zeit und kann warten … vielleicht erzählst Du die Geschichte ja beim Essen … :-)

6Kraska6 Leider haben wir in Schleswig nicht nur die Freundlichkeit, sondern auch die provinzielle Langeweile erfunden. Zum Glück gibts Bücher… findet der gebürtige Schleswiger Kraska (nach 17 Jahren auf Bewährung aus der Stadt entlassen)

RWE Power AG - Grevenbroich

Erftstraße 111, Tagebau Garzweiler, 41517 Grevenbroich

25-09-2008

Nachdem ich heute morgen die Zeitung gelesen habe, ( ich gehöre zu den Menschen, die auch die ganz kleinen Berichte lesen.) hatte ich mächtig schlechte Laune. Vielleicht sollte ich das Zeitung lesen dran geben. Ich meine, aus Berlin erwarte ich schon keine positiven Nachrichten mehr. Es läuft doch sowieso nur die Augenwischerei-Nummer. Doch was mir heute die Laune verhagelte, war der Artikel in der Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Ableger der Rheinischen Post):

CDU: Land zahlt nichts für die Gas-Pipeline nach Norddeutschland

Hallo, RWE Power möchte also von seinem neuen geplanten Kraftwerk Hürth ( wurde groß in der Presse propagiert, das dieses Kraftwerk nur einen minimalen CO2 Ausstoß hat) eine 550 km lange Kohlendioxid-Pipeline nach Schleswig-Holstein bauen.
Also ist dieses neue Kraftwerk doch nicht so sauber, wie man uns weismachen will. Nur werden die Schadstoffe diesmal unterirdisch beseitigt! Na toll! Es ist ja auch so ungefährlich, siehe die letzten Gas-Störfälle in NRW.
Reicht es nicht das RWE Power NRW verschandelt und verseucht. Nein, jetzt muß es noch die ganze Republik sein.

Ich liebe meine Heimatstadt Grevenbroich. Ich bin hier geboren und aufgewachsen und ich weiß auch, das Grevenbroich eine Industriestadt ist. Auch ist mir bewußt, daß RWE Power hier in der Region der größte Arbeitgeber ist.
(Dieses Argument bringen sie immer, wenn sie neue Braunkohlelager abbaggern wollen.)
Aber mich nervt es, daß durch sie Grevenbroich, die dreckigste Stadt Europas ist. (was den CO2 Ausstoß betrifft. s. Die Welt online v 28.11 2007) Allein NRW mit seinen 50 Kohlekraftwerken produziert 160 Mio. Tonnen CO2. Das Kohlekraftwerk Frimmersdorf, welches 1926 gebaut und 1954 durch ein Größeres ersetzt wurde, stößt 19,3 Mio. Tonnen CO2 aus. Von dem anderen Werk Neurath, das zwischen 1972 und 1976 gebaut wurde, liegen mir keine Zahlen vor. Doch diese beide Werke wurde in einer Zeit gebaut, wo noch keiner sich um Umweltschutz oder die gesundheitlichen Auswirkungen kümmerte. Auch der Neubau des Werkes Neurath, welches das Größte der Welt sein soll, der auf einem Feld in der Nähe der Gemeinde Rommerskirchen hochgezogen wird, ist schon durch tötliche Unfälle in die Schlagzeilen geraten.
Doch am Schlimmsten ist für mich die Vertreibung der Menschen aus ihren Heimatorten. Eine Vertreibung, die nicht durch einen Krieg hervor gerufen wird. Nein, für Profitgier und Macht. Arbeitsplätze, sagen RWE Power und die Politiker. Obwohl, nachdem RWE die Genehmigung für den Tagebau Garzweiler II erhalten hat, ca 1000 Arbeitsplätze abauen wird.
Komische Logik!
Diese alten Orte rund um Grevenbroich, Jüchen, Bedburg, Bergheim, Kerpen oder denmächst Richtung Erkelenz sind unwiderbringlich verloren. Orte, die den beiden Weltkriegen trotzen. Oftmals älter als 800 Jahre. Einem dieser Orte wurde zumindest filmisch ein Denkmal gesetzt: Der Tatort " Schürfwunden" vom WDR(2004) mit Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär spielte in dem Ort Otzenrath ( im Film: Schaffrath), der 2007 komplett abgerissen wurde. Für mir ist der größte Hohn, das diese Leute ihre Häuser besenrein an RWE übergeben müssen, damit alles schön sotiert werden kann und RWE, die Stoffe noch verkaufen kann. Klar, werden diese Menschen finanziell entschädigt, doch wir wissen alle, wie ein Haus, welches über 100 Jahre alt ist, anders bewertet wird als ein Neues.
Natürlich weiß ich auch, das RWE die meiste Gewerbesteuer an Grevenbroich zahlt. Trotzdem hat die Stadt ca. 69,2 Mio Euro Schulden und ist seit 1994 ununterbrochen in der Haushaltssicherung.Traurig unsere Kommunalpolitiker können einfach nicht sparen!
Doch wenn es darum geht, sich mit RWE-Bossen fotografieren zu lassen, dann sind sie immer sofort zur Stelle.
Besonders wird dann in der Presse mit großen Berichten für RWE geworben, daß sie die kompletten Erschließungskosten für ein Baugebiet in Sichtweite des alten Kraftwerkes Frimmersdorf übernehmen. Nett, nicht. Aber die Arztkosten für die erhöht auftretenden Erkrankungen der Schilddrüse, Krebs ( in Folge der hohen Feinstaub-Belastung durch den Abbau der Braunkohle) oder Asthmas übernehmen sie nicht. Man kann es ja nicht beweisen, daß die Menschen nicht erkrankt wären, wenn sie woanders wohnen würden.
Ein anderen Beispiel, welches neuerdings Schlagzeilen macht ist: Die Rekultivierung des Flusses ERFT. ( Die Erft enspringt in der Eifel bei Nettersheim-Holzmülheim und mündet nach 106,6 km bei Neuss-Grimlinghausen in den Rhein). Diese Rekultivierung soll ca. 21 Mio Euro kosten. RWE bezahlt davon 8 Mio. Euro. Echt nett. Doch wegen wem wurde der Fluss denn zwischen 1965 und 1976 verlegt und begradigt, damit Braunkohle abgebaut werden konnte oder das Sümpfungswasser eingeleitet werden konnte? Die Antwort ist wohl klar. Jetzt wo der Tagebau in Richtung Erkelenz zieht und das Wasser im Feuchtbiotop Schwalm-Nette-Tal versickern soll, (Die Auswirkungen für die Tier- und Pflanzenwelt sind noch nicht abzusehen.) jetzt darf die Erft wieder begradigt werden. Wieder sind die Folgen für die Umwelt noch nicht abzusehen) Ich finde die Kosten sollte RWE komplett bezahlen, denn wegen der Gier nach dem "Braunen Gold" wurde die Landschaft verändert.
Hier die Region ist nicht mehr zu retten, doch sollte RWE die Finger von dem landschaftlich wunderschönen Schleswig-Holstein lassen. Mit welcher Berechtigung bestimmen sie einfach eine über 500 km lange Kohlendioxid-Pipeline zu legen, quer durch die Republik, nur um ihren Dreck unterirdisch zu lagern. Und die Politiker klatschen Beifall!
Vielleicht sollte man das anfallende CO2 unter der Villa des RWE Power Chefs lagern.Nur ein Vorschlag!!
Die Politiker reden immer von Vermeidung von CO2, reden uns ein, die Abgase der Kühe sind schuld oder wir , weil wir zuviel alte Autos fahren. Warum unterbinden sie nicht bei solchen Firmen den CO2 Ausstoß. Natürlich nicht, denn die Kommunen besitzen ja Aktien von RWE und die Politiker sitzen ja im Vorstand.
Ich weiß, daß ich nichts dagegen tun kann oder vielleicht auswandern, was jetzt ja so in Mode gekommen ist. Nein, ich möchte hier bleiben, denn ich bin Deutsche und mag eigentlich mein Vaterland. Nur mit den getroffenen Entscheidungen bin ich nicht immer zufrieden.
RWE Power möchte ich sagen, ich werde auch keine Bomben bauen und euch die an den größten Bagger der Welt hängen, denn es würde nur die Falschen treffen. ( wie Familienväter, die den Arbeitsplatz brauchen.)
Aber ich musste meine Wut mal loswerden.

Lucie Puuuuuh …. ich hab beim Lesen richtig die Luft angehalten und muß jetzt erstmal tief durchatmen…

stone1965 .... atme für mich mit durch, denn bei Dir ist die Luft sauberer.

Pro 8 II Lebensqualität für Menschen GmbH - Erkelenz

Katzemer Str. 100, 41812 Erkelenz

18-09-2008

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Beitrag schreiben soll. Doch eine Freundin meinte, ich sollte nicht nur über Geschäfte, Urlaubsorte oder Restaurants schreiben, sondern auch solche Beiträge können hilfreich sein. Nun gut.
Also als mein Vater vor ein paar Jahren an Alzheimer ( für mir eine der schrecklichsten Erkrankungen) erkrankte, war nur wenig über diese Krankheit veröffentlicht worden. Naiv wie meine Familie und ich waren, dachten wir kein Problem. Die Zeit, die meinem Vater noch verbleiben würde, wollten wir ihn pflegen. Meiner Mutter fiel natürlich die Hauptlast zu, da wir Kinder bereits ausgezogen waren und unsere eigenen Familien hatten. Doch nach einiger Zeit war die Pflege im vernüpftigen Rahmen nicht mehr zu gewährleisten und im Familienrat beschlossen wir schweren Herzens meinen Vater in einem Heim unterzubringen. (Besonders für meine Mutter war es sehr schwer, schließlich waren sie über 50 Jahre verheiratet.) Im Übrigen wusste mein Vater von seiner Erkrankung, denn nach einem seiner Krankenhaufenthalte (aber nicht wegen Alzheimer, sondern anderer chronischer Erkrankungen), fragte er mich direkt:” Hab ich diese neue Krankheit auch, bei der man alles vergisst?” Was antwortet man, wenn man so aus heiterem Himmel und so direkt gefragt wird. Ich habe ihm die Wahrheit gesagt, denn er konnte mir schon immer an meinen Augen ansehen, wenn ich log. (Außerdem hasse ich Lügen!) Meine Antwort schockierte ihn noch nicht einmal, er nickte nur und sagte:” Das habt ich mir schon gedacht. Manchmal muß ich beim Einkaufen überlegen, wie ich nach Hause komme. Aber keine Angst, ich werde euch nicht zur Last fallen, denn ich weiß ja wie man es beschleunigen kann.” Ich wusste, was er meinte, denn er war seit fast 40 Jahren Diabetiker und hatte immer gesagt, daß er sich eine Überdosis geben würden, wenn er unheilbar krank würde.
Er hat es nicht mehr machen können, weil er es vergessen hatte.
Ein Heim zu finden, nahmen wir damals an, kann nicht so schwer sein, schließlich gibt es im unserer Heimatstadt ja vier davon. Klar war uns nur, daß nicht sofort ein Heimplatz zur Verfügung stehen wird. Diese Zeit wollten auch noch überbrücken. Aber von wegen, das Schlimmste, was ich mir an hören durfte, wenn ich auf Alzheimer zu sprechen kam, so etwas können wir nicht gebrauchen, das macht ja Arbeit. Ach, ja brauchte man uns nicht zu sagen. Ich glaube, die selbe Krankheit hat ich dieser Frau auch an den Hals gewünscht. Nachdem im ganzen Kreisgebiet damals kein Heim Alzheimer-Patienten aufnahm, machte meine Schwester, die bei der bekannten Gesundheitskasse arbeitet o.g. Heim ausfindig und vereinbarte direkt ein Gesprächstermin.
Ein paar Tage später fuhren meine Schwester und ich also nach Erkelenz. Nach einigem Suchen fanden wir auch das Heim. (Wir hatten nach einem alten oder hohen Gebäude Ausschau gehalten.) Was wir vorfanden sprach uns direkt an, ein helles zweistöckiges Gebäude. In der ersten Etage war nur die Verwaltung untergebracht und diese war über eine Aßentreppe zu erreichen. Im Erdgeschoß waren die Bewohner untergebracht und die Eingangstür war natürlich verschlossen.
Was ist Pro 8?:
Es ist eine Pflegeeinrichtung für: Alzheimer, Demenz und Gerontopsychiatrische Erkrankte.
Die Gebäude haben die Form ein liegenden Acht. In der Mitte, wo sich die beiden Kreise treffen, liegt der sogenannte Dorfplatz. Dort stehen dann die Tische, wo gemeinsam gegessen wird, wo man sich trifft und Spiele spielt oder seine Arbeit verrichten kann, wie Handtücher falten oder andere Sachen, denn die Bewohner werden in den Heimalltag mit eingebunden. Auch der Garten ist so angelegt, das ein Weg niemals in einer Sackgasse endet.
Die Zimmer liegen in den Rundungen der Acht. Es gibt Doppel- und Einzelzimmer, die hell und freundlich mit einem eigenen Bad sind. Jeder Heimbewohner kann ein Möbelstück mitbringen und die Wände mit eigenen Bildern und Fotos verschönern.
Weil uns dieses Wohnkonzept zu sagte, beschlossen wir meinen Vater in diesem Heim unterzubringen. Zwar war direkt kein Platz frei, jedoch wurde ein paar Monate später das zweite Gebäude fertig gestellt und mein Vater war einer der ersten Bewohner.
Besonders positiv empfand ich auch die ” Neugier” des Personal. Sie wollten alles über meinen Vater wissen, über sein Leben, seine Familie auch über Verstorbenen, seine Hobbies ect. Da wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie wenig aus dem Leben meines Vaters kannte. Mein Vater hat diese Einrichtung gefallen, denn in den wenigen klaren Momenten, der er in den folgenden Monaten noch hatte, sagte er immer wieder, wie schön es doch wäre. Besuche konnte mein Vater zu jeder Zeit empfangen, ohne das man sich vorher anmelden musste.( Man hatte ja im Laufe der Zeit schon andere Sachen gehört.) Auch konnte ich solange mein Vater nicht bettlägerig war, immer unseren Hund mitbringen. Was war das eine Freude unter den Bewohnern und unser Hund hat natürlich die Leckereien, die er bekam, sehr genossen. Manchmal war auch ein Stück Mamorkuchen darunter. Anfangs hat mein Vater auch noch geholfen, den Garten anzulegen, da er von Beruf eigentlich Schäfer war und diesen Beruf auch einige Jahre nach dem Krieg ausgeübt hat, war er im Garten in seinem Element. Doch nach einiger Zeit begann er geistig und körperlich abzubauen, mir hielt er für seine jüngste Schwester und er sprach von den Besuchen seines Vater und Bruders. (Beide waren im letzten Weltkrieg gefallen.) Doch ich war nie allein in dieser Zeit, jederzeit konnte ich mit dem Pflegepersonal reden oder wurde von den Älteren einfach in Arm genommen, wenn ich die Tränen nicht zurückhaten konnte. Als dann der letzte Abschnitt von ihm begann, also der Wechsel Krankenhaus - Heim, Heim - Krankenhaus und mein Kampf mit den Ärzten ( mir war die undankbare Aufgabe des Vormundes zugefallen.), ob Magensonde oder nicht, hatte das Personal im Heim wieder Zeit für mich. Auch auf Pflegefehler, die im Krankenhaus passiert waren, wurde ich sofort aufmerksam gemacht. (Eine Beschwerde bei der Krankenkasse half aber nichts, eine Stellungnahme bekam ich erst ein Jahr nach dem Tod meines Vaters.)
Selbst in der Nacht als mein Vater starb, war er nicht allein. Eine Frau, die in der Küche arbeitete, kümmerte sich in ihrer Freizeit um die Bewohner, die nicht mehr aufstehen konnten.
Eine der Pflegerinnen erzählte mir, als wir die Sachen abholten, daß diese Frau in der Todesnacht extra von zuhause kam, weil sie das Gefühl hatte, daß im Heim etwas nicht in Ordnung war. Bis der Arzt den Tod bestätigt hatte, hat diese Frau am Bett meines Vaters gesessen. Dafür bin ihr bis heute sehr dankbar.
Nun zu den Kosten! Wir wissen alle das Pflegeheime nicht billig sind und daß diese Kosten allein mit der Rente oder Pension eines Normalverdieners nicht zu bewältigen sind. Teurer als andere Pflegeheime ist Pro 8 auch nicht, denn die Gesundheitskasse hat mir freundlicherweise eine Liste, der öffentlichen Heime und Preise zu kommen lassen. ( Ganz nach ihrem Slogan: Wir tun was wir können.)
Doch die Art und Weise, wie die Kranken dort betreut werden, war jeden Cent wert. Sicher weiß auch, daß viel mit dem Personal zu tun hat. Doch in diesem Fall waren sie SPITZE!!!
Doch selbst heute, drei Jahre nach seinem Tod, frage ich mich, ob alle meine Entscheidungen richtig waren.

Lucie Ich kann köstlichEsserin nur zustimmen.
Danke für den Mut, diesen Beitrag zu veröffentlichen.
Ich hab das vor einigen Jahren bei meiner Oma mitgemacht. Ca. 2 Jahre hab ich sie selber betreut und gepflegt, bis es nicht mehr ging. Ich denke, Du hast es richtig gemacht.

bluesofty Danke. Ein schlecht krankheit…Du hast recht, es ist sehr schwer fuer Dich und Ihn, und hat es richtig gemacht.

McDonald's - Grevenbroich

Ostwall, Grevenbroich

17-09-2008

Als vor 25 Jahren der Montanushof mit einem Mc Donalds aufmachte, waren wir Jugendlichen kaum zu halten. MC wurde unsere Anlaufstelle, wenn wir aus dem Kino kamen oder in der City waren. Sogar Kindergeburtstage wurden hier gefeiert. Doch nun ist die Ära des ersten Mc Donalds in Grevenbroich vorbei. Seit dem Wochenende ist dieser MC geschlossen und der Montanushof um ein NICHT!!! vermietetes Geschäft reicher.